Bootsurlaub Niederlande 2008

Und wieder 3 Wochen auf der "Lady Belle"! Lady Belle
Um es vorweg zu nehmen, es waren herrlich entspannende und ruhige 3 Wochen! Hier jetzt der bereits versprochene Reisebericht, geschrieben, übertragen in elektronische Form und korrigiert von unserem Schriftführer/Smutje/Steuermann.
Zum Anfang etwas Statistik:
Abfahrt   9.40 Uhr in Horneburg es regnet 40258 km
Ankunft 15.50 Uhr in Uitwellingerga sonnig 40622 km
 
 
Abfahrt 12.00 Uhr in Uitwellingerga bedeckt 40622 km
Ankunft 17.45 Uhr in Horneburg sonnig 40967 km
Motorlaufzeit ca. 98 Std. mit dem Boot gefahren ca. 600 km



ein paar Erklärungen zu den Zahlen:
Datum, darunter die Motor-Betriebsstunden, sowie die Ausgaben für Brücken, Schleusen etc.
in blau Uhrzeiten.

(fast) alle Bilder können per Mausklick vergrößert werden.

1. Woche
27.6 Wir wollten rechtzeitig an der Werft sein, denn die letzte Woche war das Boot nicht vermietet. Aber es kommt natürlich wieder alles anders. Es regnet fürchterlich auf der Fahrt, in Bremen verpassen wir die Abfahrt, denn wir müssen noch tanken und hier soll es billiger sein. Pustekuchen – die haben ganz schön erhöht. Es hilft aber nichts, der Tank ist fast leer.
Wir wollen heute Groningen weit umfahren, da es sich hier immer an der großen Kreuzung, wo wir nach links abbiegen müssen, so staut. Leider ist die Straße, die wir ausgesucht haben, irgendwann gesperrt und wir werden wieder Richtung Groningen geleitet, aber an eine andere Kreuzung, es geht dann. In Holland hört der Regen auf und die Sonne kommt immer mehr durch – es wird auch gleich wärmer. Wir fahren die Autobahn und kommen gut voran, Jürgen gibt auch ordentlich Gas. Bis wir in Joure in einen Stau kommen, in dem Kreisel staut es sich aber scheinbar immer. Wir kaufen schnell ein und essen dann endlich bei McDonalds. Um
15.50 sind wir endlich am Ziel. Wir können gleich aufs Boot und ausladen und kommen auch schnell weg. Wir legen um
17.30 ab, nachdem wir überlegt haben, wie wir jetzt überhaupt fahren. Vor Dienstag können wir nicht über das Ijsselmeer fahren, da es zu stürmisch ist. So geht es den Prinses Margriet Kanaal entlang, durch das Koevordermeer bis ans Ende des Groode Brekken und hier legen wir vor der Rengersbrug um
  19.30 zum Übernachten an. Die Sonne scheint, alles hat geklappt und es macht wieder Spaß Boot zu fahren. Wir haben fest gestellt, dass das Horn nicht funktioniert, wir brauchen es ja aber für die Brücken und wer weiß wofür noch. Jürgen und Björn haben alles kontrolliert und untersucht, ist aber nichts fest zu stellen. Dann müssen wir wohl morgen mal mit Herrn Oost telefonieren. Nun werden erst einmal die Betten bezogen und anschließend gibt es Abendbrot. Wir lesen noch etwas aber sicherlich nicht mehr allzu lange.
  23.00 Ruhe im Schiff
     
28.6. 08.30 aufgestanden – bedeckt, aber trocken
7141,5   Heute Nacht hat es geregnet. Nach dem Frühstück ruft Jürgen bei Herrn Oost an, der so gegen halb zwölf hier sein will. Jürgen probiert die Hupe aber noch einmal und erst ist sie nur leise zu hören und dann wieder normal. Also wieder telefonieren und alles abblasen. Jürgen ärgert sich natürlich, dass er überhaupt angerufen hat.
  11.30 Wir starten und fahren zur Prins Margrietsluis, sind gerade fest, da geht das Tor auch schon auf. Mit uns fahren noch 2 Segelboote rein, alles fest in deutscher Hand. In der Schleuse treffe ich den Poller auch gleich beim 1. Mal, vorher natürlich nicht. Björn ist sehr gut, bei ihm klappt alles auf Anhieb.
Ijsselmeer
Wir wollen den Lemstervaart entlang, müssen dafür aber noch durch die Friese Sluis, die aber erst um halb zwei wieder auf macht. So fahren wir noch ein bisschen durch die Hafenbecken und sehen dabei auch wieder Haubentaucher, die ihre Kleinen noch auf dem Rücken tragen, z. T. 2 Stück. Die Sonne ist jetzt da, aber es ist recht stürmisch, das Ijsselmeer wäre heute nicht so gut zu befahren.

Nachdem hochgeschleust wurde, sind wir dran, 2 Holländer vor uns und noch einer hinter uns, dann ist die Schleuse voll und wir werden 5 Meter nach unten geschleust. Wir fahren jetzt den Lemstervaart entlang, bis zum 1. Anleger, hier machen wir um
  14.15 fest und es gibt Linsensuppe.
  15.15 Wir legen ab, Jürgen fährt und wir waschen schnell ab. Es fängt etwas zu regnen an, aber nicht lange. Danach nur noch Sonne, ab und zu ein paar Wolken, richtig schön. In Emmeloord biegen wir in die Zwolse ab und fahren ganz gemütlich. Die 2 Schleusen machen uns keine Probleme, die 2. die Voorstersluis haben wir um 18.25 geschafft. Jetzt haben wir nur noch die Brücke mit 2,60 m an der Kadoelerheersluis, die wir bis 19.00 schaffen wollen, sonst müssen wir umlegen. Wir sind um viertel vor sieben dort und kommen gleich durch. Anschließend macht er gleich 4 rote. Wir kommen ins Zwarte Meer und biegen in den Zwolse Diep ab und legen um
  19.20 an. Wir haben Glück gehabt das ein Holländer sein Boot vorgezogen hat, sonst hätten wir weiter fahren müssen, da alles besetzt ist. Nach dem Abendbrot lesen wir noch. Die Sonne scheint so schön – es ist einfach herrlich – als wenn wir schon lange unterwegs sind. Björn schläft schon gleich nach dem Abendbrot ein, er hat doch einigen Nachholbedarf. Wir machen uns aber dann auch fertig
  23.10 Ruhe im Schiff
     
29.6. 08.40 aufgestanden – die Sonne scheint
7147,5   Wir mussten um 4 Uhr auf Klo, sind dann aber wieder eingeschlafen, obwohl Jürgen gleich los fahren wollte. Das hätte Björn aber glaube ich nicht so witzig gefunden. Heute wollen wir durch das Zwarte Meer fahren.
  11.00 Leinen los, es ziehen schwarze Wolken auf, ich hoffe aber das es trocken bleibt. Die Sonne kommt zwar hin und wieder mal durch, aber erst kurz vor Ende des Zwarte Meeres bleibt es sonnig. Der Wind ist noch ziemlich stark, aber wenn man windgeschützt sitzt, geht es. Unterwegs kommt uns ein Segler mit gebrochener Mastspitze entgegen, der hat irgendwo Pech gehabt. So etwas ist sehr ärgerlich und teuer. Wir fahren noch durch die Ketelsluis (5,90m) und machen kurz dahinter um
  14.15 fest, um Mittag zu essen. Es gibt Reistopf mit Fleischklößchen.
  15.30 Wir legen ab, da wieder einige Boote runter geschleust wurden und wir dann mit ihnen in die Ketelsluis fahren wollen. Wir fahren nun den Lage Vaart entlang, durch Dronten durch. Heute sind nicht so viele unterwegs, zumindest hier in der Gegend. Es ist jetzt ziemlich bedeckt und dadurch frisch, aber solange es trocken ist, geht’s ja. Die Knipbrug in Dronten ist 3,20 m hoch, wir legen den Mast um und nehmen die Fahne raus und dann passt es. Wir nehmen den nächsten Anleger bei Markierung 31 und legen hier um
  17.30 an. Heute wird geduscht, aber vorher müssen wir sehen, dass wir den Fernseher eingestellt kriegen, da Deutschland heute gegen Spanien um den Sieg in der EM spielt. Björn hat schon die Hoffnung aufgegeben, da gelingt es Jürgen die Sender zu finden. Glück für Björn. Wir duschen und essen anschließend Abendbrot. Danach hört Jürgen CD und ließt, da er das Spiel nicht sehen will. Es ist aber auch nicht doll, wir verlieren 0:1 gegen die Spanier. Lässt sich nun mal nicht ändern. Hier legt noch ein Boot an, wahrscheinlich ein eigenes. Sie wirft erst einmal das Tau an Land, nachdem sie die Wulings ( das Tau entwirrt) heraus hat und geht dann langsam vom Boot. Da der Mann mit dem hinteren Tau nicht nach kommt, liegen sie erst mal fast quer. Ist schon spaßig das zu sehen, irgendwann liegen sie dann doch fest. Wir gehen dann auch ins Bett.
  23.15 Ruhe im Schiff
     
30.6. 08.50 aufgestanden - sonnig
7152,4   Nach dem Frühstück rechnen wir die Fahrtzeit bis nach Edam aus und kommen zu dem Schluss, dass es ein bisschen knapp werden kann mit der Schleuse, also fahren wir anders – viele Wege führen nach Rom.
  11.30 Wir legen ab und können sogar ohne dicken Pullover fahren. Es geht Richtung Lelystad
Störche
und dort dann in den Larsevaart. Da hier nur feste Brücken sind, ist es sehr ruhig und wenig befahren.
Störche
Ein paar nette Häuschen und 1 Storchennest mit 2 Kleinen, die Jürgen auch fotografiert.
Störche
    Wir kommen an einem kleinen Flugplatz von Lelystad vorbei, hier steht sogar ein Jumbo von KLM. Wir rätseln, wie der hierher gekommen ist, denn landen konnte er hier nicht wirklich. Aber vielleicht ja auf dem Landweg, ist in Speyer ja auch so. Ein kleines Flugzeug übt landen und startet immer wieder durch. Ein paar Hubschrauber landen hier auch noch. Ansonsten hört man nur das Vogelgezwitscher – das ist wieder ein Fluss nach unserem Geschmack und wir tuckern ganz gemütlich durch die Gegend.

Es ist jetzt auch richtig warm geworden, das ist noch schöner.
Am Ende des Larsevaarts kommen wir an die Larsersluis, Larsersluis die wir selbst bedienen müssen.
Aber es ist nur ein Knopfdruck, alles andere geht automatisch. Jürgen möchte fotografieren, also fährt Björn.
 
Das macht er super, er kann sogar hinten noch das Tau belegen. Dann noch ein Knopfdruck und das Tor geht wieder zu und wir werden 1 Meter hoch geschleust.
 
Larsersluis  (ACHTUNG! große Datei hinter dem Link!)
Wieder raus und nun geht es den Hoge Vaart entlang. Hier stehen auch wieder Windräder, wie heute morgen auch schon, aber hier sind nicht mehr so viele Bäume und Büsche. Hinter Kilometer 312 soll ein Anleger sein. Da wollen wir Mittag essen. Es ist auch ein Anleger dort, zumindest sehen wir Pfähle. Aber um dort hin zu kommen, müssen wir erst noch unter einer Brücke mit 2,70 m durch. Jürgen hat nicht so die rechte Lust, die Scheiben runter zu klappen, also versuchen wir es erst einmal so und oh Wunder – es passt. Es sind noch etwa 5 cm Platz. Der Anleger ist aber mit Boxen und die sind sehr eng. Aber auch das passt und um
  15.00 liegen wir vertäut und heute gibt es Spaghetti mit Nudel up. Es ist so warm, dass ich Jürgen noch mal nach cremen musste, so gefällt es uns.
Hooge Vart Hooge Vart Hooge Vart Hooge Vart
  16.30 Wir legen wieder ab und ich habe das Gefühl, dass wir etwas mehr Platz unter der Brücke haben. Jetzt kann der Angler auch wieder kommen, den wir verjagt haben, aber vielleicht hatte er sowieso schon zusammen gepackt. Nun geht es die ganze Zeit den Hoge Vaart entlang. Es gibt nicht allzu viel zu sehen, links und rechts plattes Land, wir sind ja schließlich in Holland. Wir müssten noch etwas Brot besorgen, sonst wird es morgen ein sehr mageres Frühstück. Wir kommen nach Almere, aber am Wasser stehen nur Häuser, vor allem kann man nirgends ran gehen. Es ist auch schon ziemlich spät und wir haben keine Ahnung wie lange die Geschäfte hier auf haben. Es ist bis zum Ende des Ortes nichts zu sehen, so fahren wir in den Noorder plassen und legen in der Nähe des Ortes um
  19.45 an. Björn und ich gehen mal gucken und sehen eine „ah“ Fahne. Das ist ein Supermarkt, wir finden ihn auch und er hat sogar bis 22 Uhr offen. Wir kaufen Brot, Selter und roten Saft, der ist nämlich im Angebot und € 0,58 billiger als normal. Wir müssen uns mit kleinen Tüten behelfen, da wir keine Tasche mit genommen haben.
  20.15 Wir legen wieder ab, weil wir hier möglichst an einer der Inseln anlegen wollen. Wir finden auch einen Platz und um
  20.30 liegen wir dann für die Nacht. Jetzt gibt es endlich Abendbrot. Es ist wieder frisch geworden, sodass wir die letzte Zeit mit Pullover gefahren sind, denn frieren wollen wir ja nicht. Als wir beim Abendbrot sind, kommen 7 Jugendliche mit einem ganz kleinen Boot und legen natürlich bei uns an. 2 haben auch eine Flasche Alkohol dabei. Sie sammeln Holz und machen Feuer. Nun fängt es bei uns im Boot an zu riechen. Also Leinen los und an einen anderen freien Steg gegenüber. Die 7 gehen auch wieder ins Boot und wir sind ziemlich sicher, dass sie jetzt hier her kommen. Das finden wir gar nicht witzig. Aber wir haben Glück und sie fahren weiter. Jürgen ist immer noch sehr beunruhigt, aber ich hoffe, dass wir jetzt Ruhe haben. Wir essen zu Ende und lesen noch etwas. Dann geht es ins Bett.
  23.10 Ruhe im Schiff
     
01.07 08.45 aufgestanden – die Sonne scheint so schön
7159,3 Es ist alles gut gegangen und wir hatten heute Nacht keinerlei Störungen.
11.00 Wir legen ab Richtung Ijsselmeer.
Die Zuidersluis hat gerade hoch geschleust, wir müssen einen Augenblick davor warten, aber dann können wir rein fahren. Sie geht 6,40 m hoch, das ist ganz schön viel.
Zuidersluis Zuidersluis Zuidersluis Zuidersluis
  11.50 Wir sind wieder draußen und fahren nun über das Markermeer nach Monnickendam. Das Ijsselmeer ist nördlicher. Es ist so warm, dass ich meinen Bikini anziehen kann, toll. So gefällt es mir natürlich noch besser.
Die Schleuse in Monnickendam ist ein Witz, sie geht ca. 10 cm runter, da lohnt das Reinfahren ja kaum. Da wir Hunger haben, ankern wir um
  14.15 im Purmer Ee. Hinter der Schleuse haben wir die Derby 18 gesehen, wir haben starke Zweifel, dass sie von der Höhe her unter der Brücke durch passt. Aber leider können wir das nicht genau sehen.
Es gibt weiße Bohnen – Björn stöhnt – so heiß und dann noch heiße Suppe.
€ 1,00 15.45 Anker hoch und über den Purmer Ringvaart in den Schouw-Monnickendam-Edam nach Edam. Hier ist eine bewegliche Brücke, wo wir auch durch könnten wenn unser Horn funktionieren würde. Es ist heute Nacht wohl wieder feucht geworden. Aber der Brückenwärter der Jan Konningbrug sieht, dass Björn an der Hupe hantiert und macht uns auf. Er bekommt € 1,-- dafür. Hier ist nun wirklich nichts mehr los, aber das stört uns überhaupt nicht. Jürgen hat auch Sommer gemacht und eine kurze Hose an.
Die Hupe geht wieder, versagt aber an der nächsten Brücke schon wieder. Das ist nicht gut, aber wir können es ja nicht ändern.
Wir wollen durch Purmerend durch, müssen aber an der 1. Brücke anlegen, da sie erst in 10 Minuten wieder auf macht. Laut Buch müssen wir pro Brücke € 1,50 bezahlen, das wird ein teures Vergnügen.
  17.45 Die Brücke geht hoch und wir können weiter zur Nächsten, das ist eine Eisenbahnbrücke. Sie hat zwar Kameras, aber keinen Knopf zum Drücken. Dafür kann man aber telefonieren, was Jürgen dann auch macht. Innerhalb von 2 Minuten haben wir grün. Alle anderen Brücken klappen zügig, dass wir um
  18.05 schon durch sind. Der Anleger kostet was, so fahren wir weiter. Für die Brücken haben wir gar nichts bezahlt, das ist doch gut.
Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass ich mich nach dem Mittag mit Decke auf dem Deck gesonnt habe. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das das letzte Mal gemacht habe. Aber bei diesem traumhaften Wetter musste es einfach sein. Es geht nun den Noord Hollands Kanaal entlang. Erst ist links und rechts nur plattes Land, eine Windmühle und nach fast 1 Stunde kommen die Ortschaften Oostgraftdijk und Westgraftdijk. Wir müssen noch unter der Kogerpolderbrug mit 4,15 m durch und dann sollen im Markervaart einige Anleger sein. Hoffentlich. Es sind ganz viele Flugzeuge über uns geflogen, die alle in Amsterdam landen wollen. Die Anleger kosten bis zu € 7,--, wir fahren zu der Insel und hoffen, das dort noch Platz ist. Hier ist einiges los, bei dem Wetter sowieso. Es ist sehr voll hier, aber wir finden noch einen Platz und sind um
  19.30 fest.
Heute lohnt sich das Duschen, die ganze Sonnencreme muss wieder runter. Es hat aber ganz gute Absätze gegeben, trotz eincremen. Nach dem Abendbrot lesen wir noch etwas, draußen auf dem See fahren sie noch mit ihren schnellen Booten hin und her und machen Lärm.
  23.20 Ruhe im Schiff
     
€ 5,00
02.07 08.55 aufgestanden – die Sonne scheint
7166,1 Schon beim Frühstück wird es heiß, die Luft steht.
Das Barometer ist aber ein ganzes Stück gefallen. Als wir beim Abwaschen sind, kommt jemand und sagt, dass der Liegeplatz kostenlos ist, aber wenn man zufrieden ist nehmen sie gerne Spenden entgegen. Wir beschließen €5,-- zu bezahlen und dann starten wir um
11.30 Richtung Alkmaar. Es ist so heiß, sogar Björn stöhnt. Es bezieht sich total und es kommt Wind auf, das macht es etwas erträglicher. Wir sind aber auch nie zufrieden. Wir müssen vor einer Kabelfähre warten, da das Kabel nicht abgesenkt wurde. Das geht wohl nur, wenn sie auf der linken Seite anlegt. Die Fähre kann 3 Autos transportieren, wenn es große Autos sind, nur 2. Als sie an der linken Seite wieder angelegt hat, wird das Kabel abgesenkt und das Blinklicht geht aus. Wir fahren weiter und kommen nach Alkmaar.
Alkmaar
Die Brücken sind alle hoch genug und eine wird gerade geöffnet, aber nur weil ein Binnenschiff entgegen kommt. Wir fahren in einen kleinen Nebenarm für Boote bis 10 m Länge und machen um
13.00 in einer Box fest.
Wir gehen in die Stadt, der Supermarkt ist nur 5 Minuten entfernt. Erst bummeln wir etwas und kaufen endlich Postkarten. Hier gibt es einen Subway, wo wir auch essen. Es fängt nämlich gerade zu regnen an. Da es auch noch ziemlich regnet, als wir fertig sind mit essen, schreibe ich noch schnell die Karte an Sandra und schicke sie auch noch ab. Im Supermarkt bekomme ich auch endlich ein Kartoffelschälmesser, denn an Bord ist keins und ich habe das 1. Mal keins mitgenommen.
  15.00 Leinen los und weiter den Noordhollandsch Kanaal Richtung Den Helder.

Die Brücke in Koedijk ist ganz flach und wird nach beiden Seiten Koedijk-Brücke Koedijk-Brücke hin aufgezogen – so eine Brücke hatten wir noch nie. Als wir durch sind und die Brücke Koedijk-Brücke wieder zu ist, Koedijk-Brücke
kommt ein Binnenschiff Koedijk-Brücke um die Ecke, aber es ist alles breit genug.

 
Bei der nächsten Brücke, der Schoorldammerbrug müssen wir auch die Scheiben umlegen. Aber Björn kann das in einem Affenzahn. Jetzt wird es frisch, aber nachdem wir in den Hargervaart abgebogen sind wird es wieder besser. Jetzt ist der Fluss wieder ganz schmal und ruhig. Es kommt noch eine Brücke und dann ganz viele Boote und ein Schild „ € 0,70 pro Meter für eine Woche “, aber Übernachtung verboten. Wir machen aber trotzdem um
  17.00 fest, hier ist es schön und basta. Wenn einer Geld haben will, wird er schon kommen.
Jetzt ist die Sonne auch wieder da. Björn und ich lesen oben , aber es wird nachher immer dunkler und auch kalt. Wir sind gerade drinnen, da fängt es auch zu regnen an. Zum Glück nicht lange. Es regnet immer mal wieder. Nach dem Abendbrot wird noch gelesen.
  23.30 Ruhe im Schiff
     
€ 7,00
03.07 08.30 aufgestanden – bedeckt
7169,7 Es hat heute Nacht immer mal geregnet, aber jetzt ist es trocken.
Nach dem Frühstück kommt doch noch jemand zum Kassieren. Es kostet uns € 7,--, aber es war schön ruhig hier. Und der Müll wird auch endlich entsorgt. Hinter den Anlegern kokelt ein Feld und es kommen sogar 2 Feuerwehrfahrzeuge.
11.30 Wir schmeißen los und müssen zurück zum Noordhollandsch Kanaal, da es hier nicht weiter geht. Wir sind noch am überlegen ob wir über Den Helder fahren oder nicht. Zu sehen gibt es dort nichts interessantes und der Törn bis zum nächsten Übernachtungsanleger ist sehr weit bzw. lange. Im Kanal fährt ein Bi-schi vor uns, wir haben aber Abstand. Die Burgervlotbrug ist wieder eine ganz niedrige und ist schon auf. Jürgen meint, das schaffen wir sowieso nicht, aber der Brückenwärter lässt so lange auf, ist sehr nett von ihm. Obwohl sie nur über Kameras bedient wird. Es tröpfelt jetzt leider, hoffentlich wird’s nicht mehr. Wir haben wieder lange Hosen und Pullover an. Bei der Sint Maartins Vlotbrug ist es genauso, auch sie bleibt auf für uns. Wir machen also auch mal positive Erfahrungen. Wir biegen jetzt doch ab in den Schager Kanaal und fahren nicht nach Den Helder. Da das Binnenschiff wohl nach Schagen will, fahren wir weiter hinter ihm her. Hier fährt es sehr langsam, ist aber auch gut mit Sand beladen. Wir beobachten einen Kormoran, der einen Fisch im Schnabel hat. Er ist noch einmal kurz unter getaucht, um den Fisch richtig hin zu legen und hat ihn dann ganz hinunter geschlungen. Der Fisch war nicht gerade klein. Anschließend musste der Kormoran ein paar Mal mit Wasser nachspülen. War aber schon toll, so etwas mal zu sehen.
Wir fahren von drinnen, da es jetzt regnet.
  14.00 Wir legen vor der Burenbrug an und es gibt Gulaschsuppe. Wir sind nur mit Haken fest, aber sie halten gut, denn es kommen noch ein paar Boote. Wir werden wohl hier bleiben und morgen nach Medemblick fahren. Da es fast den ganzen Nachmittag geregnet hat, war es gut hier zu bleiben. Wir haben gelesen und Sudokus gemacht.
  18.30 Es ist trocken und die Männer reparieren das Horn. Hoffentlich funktioniert es jetzt, wenn wir es brauchen. Irgendwann sieht Jürgen 3 Angler sitzen, meint aber bei der Reparatur (hupen und wieder hupen) waren sie noch nicht da. Nach dem Abendbrot sehen wir einen Ballon.
Wir lesen noch und Sudoku`n und dann ist es zu dunkel und es geht ins Bett.
  23.30 Ruhe im Schiff
     


2. Woche
04.07 08.20 aufgestanden – die Sonne scheint
7172,3 Heute morgen sind schon 3 Boote an uns vorbei gefahren, die sind alle immer ganz schön früh unterwegs.
10.30 Wir fahren auch los und heute geht es nach Medemblick, aber vorher haben wir noch 2 Schleusen. Wir sind um 11 Uhr an der Molenkolksluis, müssen aber warten, da der Schleusenwärter auch die Westfriesesluis bedient.
  11.35 Wir sind durch. Wir waren mit insgesamt 4 Booten in der Schleuse, war echt voll. Aber die Schleusung war wieder ein Witz, wieder nur ein paar Zentimeter. Wir sind noch vor 12 Uhr an der Westfriesesluis, aber sie hat 4 rote, dabei soll sie erst um 13 Uhr Mittag haben. Es liegen schon 2 Boote, aber es ist kein Anleger mehr da. Wir überlegen was wir jetzt machen. Wir brauchen noch 2 Stunden bis Medemblick und die Schleuse hat um 17 Uhr schon wieder zu. Also verzichtet Jürgen auf die Eisenbahn und wir drehen um und fahren durch die Braaksluis. Wir klingeln und der Schleusenwärter kommt auch ganz schnell angefahren. Es ist der Schleusenwärter von der Molekolksluis. Da nichts los ist, erzählen wir ein bisschen. Er meint es ist ungefähr nur noch die Hälfte unterwegs als früher, wahrscheinlich wegen des hohen Dieselpreises. Dann erzählt er noch von einer kaputten Schleuse, wir schalten natürlich nicht. Aber vielleicht ist es die Richtung Medemblick, dann macht es ja auch Sinn, dass sie 4 rote hat. Wir gehen auf jeden Fall davon aus, das unsere Entscheidung richtig war. Wir sind ja flexibel. Mir tut es nur für Jürgen leid, da er schon gerne zur Eisenbahn gefahren wäre.
Wir befahren jetzt den Kanaal Omval-Kolhorn, die Brücken sind alle hoch genug für uns. In Winkel ist noch 1 Platz frei und wir legen um
  13.15 an.
Kurz danach kommt noch ein Boot und die möchten auch noch mit hin. Wir ziehen etwas nach vorne und er passt tatsächlich noch hin. Der kennt sein Boot. Björn und ich gehen mal gucken, ob wir noch ein Weißbrot bekommen. Es gibt einen kleinen Tante-Emma-Laden, der noch ein halbes Brot hat. Reicht dann auch. Noch ein Stückchen weiter gibt es auch einen Briefkasten und wir stecken dann endlich die Karten ein – Pflichtprogramm erledigt. Wie ich später zu Hause höre, sind sie aber sehr unterschiedlich in Horneburg eingetroffen. Es gibt heute Erbsensuppe. Wir mussten uns wieder eincremen, aber um
  15.30 geht es dann weiter. Das Wetter täuscht, der Wind ist doch so doll, dass ich meine Strickjacke überziehe. Hier im Fluss schwimmen einige Leute, wir haben es aber immer noch nicht gewagt.
  16.30 Wir legen hinter der Waarlandsbrug an zum Übernachten. Hier ist es schön ruhig. Ich setze mich oben hin und lese, es ist so schön. Björn duscht noch, wir wollen es morgen machen. Nach dem Abendbrot lesen wir weiter, die Bücher sind alle so spannend. Wir können die Bahnstrecke sehen, hier kommt andauernd ein Zug bis spät abends.
  23.40 Ruhe im Schiff
     
05.07 08.30 aufgestanden – die Sonne scheint
7175,2 Heute Nacht war es ganz schön kalt. Jürgen konnte nicht schlafen und hat oben gelesen. Heute geht es wieder nach Alkmaar zum Einkaufen.
11.00 Wir starten und bald kommt die Roskamsluis. Da aber gerade runter geschleust wurde, ich glaube es sind 2 Boote raus gekommen, können wir gleich hinein. Es sind nur ein paar cm, die wir hoch geschleust werden, dauert also nicht lange. Jetzt kommen nur noch Brücken bis Alkmaar, aber die sind alle hoch genug für uns. Nur die Eisenbahnbrücke, es ist eine Hebebrücke, muss hoch. Von vorne kommt ein Boot und sie geht hoch. Leider haben sie uns wohl nicht gesehen, wird ja wieder nur per Kamera überwacht. Björn drückt den Knopf und da sie noch oben ist, bekommen wir grün, super.
Mühle Mühle
Vorher haben wir noch eine sehr schöne Mühle gesehen, sie ist auch bewohnt.
Mühle vor Alkmaar Mühle vor Alkmaar
Alkmaar Alkmaar
€ 12,90 13.00 Wir haben wieder in Alkmaar am alten Anleger fest gemacht, nachdem wir an dem einen Poller gegengekommen sind und noch einmal zurück mussten. Der Wind hat uns so rüber gedrückt und Björn war auch nicht richtig auf seinem Posten, er mault heute. Aber dann hat es ja geklappt und wir gehen erst wieder ein bisschen bummeln. Heute tobt der Bär – es ist Sonnabend. Und weil es so schön war und wir uns für nichts anderes entscheiden konnten, gehen wir wieder zu Subway essen. Es bezieht sich auch wieder. Im VVV, im Untergeschoss vom Kaasmuseum kaufen wir noch eine Wasserkarte G, da die, die wir an Bord haben, schon 20 Jahre alt ist. Sie ist dann doch vielleicht in manchen Sachen etwas überholt.
Da wir hier nicht übernachten wollen, starten wir um
  15.45 und fahren wieder ins Alkmaarer Meer zum Übernachten. Eingekauft haben wir natürlich auch noch und auf dem Markt haben wir noch 5 Marzipankuchen mit Schokolade gekauft.
Jetzt regnet es natürlich, das ist nicht so schön. Wir wollen heute nicht wieder an der Insel anlegen, sondern suchen uns einen anderen Anleger. Da alles belegt oder mit Zelten besetzt ist, machen wir einfach um
  17.30 an 4 höheren Pollern fest. Mit Fendern, Vor- und Achterspring liegen wir ganz fest und können nicht verrutschen. Und dann gibt es die guten Marzipankuchen. Schmecken sehr lecker.
Jetzt kommt sogar die Sonne wieder raus. Und ganz viele Graugänse leben hier, die machen teilweise ganz schön Radau. Aber wir wollen ja die Natur.
Nach dem Abendbrot stößt Jürgen sich wieder an der Lampe, die neben dem Sitzplatz hängt. Neulich hat er es schon mal geschafft, nur nicht so doll wie heute. Er blutet an der Stirn, gut das wir den Waschlappen mit haben.
Später geht die Sonne so schön unter, Jürgen macht Fotos.
Anschließend hole ich die Flagge rein weil hinten an der Steuerbordseite noch ein Fender draußen hängt, ist ja meine Station. Ich bin gerade wieder drinnen, da fängt es wieder zu regnen an.
Regenbogen

Als wir ins Bett wollen, stelle ich fest, dass das Fenster hinten nicht ganz zugedreht war und es rein geregnet hat. Eine Ecke von Jürgens Schlafsack und das Bettlaken sind nass, ist aber nicht so tragisch.
  23.50 Ruhe im Schiff
06.07 09.00 aufgestanden – die Sonne scheint
7179,0 Jürgen hat bis in die Puppen gelesen, dann aber gut geschlafen, ich nicht so gut.
Nach dem Frühstück bezieht es sich und windig ist es auch.
€ 1,00
€ 1,50
12.00 Wir legen ab, es klappt gut, warum auch nicht. Wir haben am Limmergat gelegen und fahren jetzt den Stierop raus und über den Taapsloot in den Nauernasche Vaart. Wir müssen die Schleuse bis zum Noordzeekanaal bis 16.30 geschafft haben, da sie dann für heute zu macht. Die Vaartbrug klappt gut, sie geht um 13.00 Uhr wieder auf. Aber dann kommen 2 Brücken und gleich danach die Eisenbahnbrücke und die macht nur alle halbe Stunde für 5 Minuten auf. Die Brücken sind 2,60 hoch und ein Brückenwärter ist auch da. Aber natürlich hat er keine Lust, sie auf zu machen. Also Scheiben runter und durch und sofort dahinter mit Steuerbord festmachen und warten. Der Brückenwärter hat jetzt Mittag gemacht, also 4 rot. Es kommt ein Zug und dann geht die Brücke tatsächlich auf. Das Boot vor uns kommt natürlich nicht in Wallung – es kommt auch alles immer sooo plötzlich – dadurch verzögert sich alles. Als die Brücke wieder unten ist, gehen die Schranken schon wieder zu. Der nächste Zug kommt. Bis er dann aber da ist, dauert es noch eine Weile, er muss noch rot gehabt haben. Es geht weiter Richtung Noordzeekanaal. Die Reint Laan jr. Brug ist hoch genug. Die nächste Brücke, die Brug Vrouwenverdriet ist 2,50 m hoch. Wir sehen den Daimler von der Brücke wo er keine Lust hatte. Jetzt haben wir keine Lust und klappen die Scheiben um und passen gut durch. Wir kommen nun zur Schleuse zum Zijkanaal D. Wir werden höchstens 10 cm hoch geschleust. Der Schleusenwärter erzählt uns, dass die Schleuse von 1632 ist. Die Bedienung ist gratis, er nimmt aber Spenden. Und um
Schleuse zum Zijkanaal Schleuse zum Zijkanaal Schleuse zum Zijkanaal
14.15 sind wir dann auf dem Noordzeekanaal. Wir beschließen rechts rum Richtung Nordsee zu fahren. Das macht Spaß, wir werden von den großen Schiffen überholt oder sie kommen uns entgegen wie die Nuuk Maersk. Schlepper überholen uns und Tragflügelboote fahren hin und her. Das Wetter ist wieder super.
auf dem Nordzeekanaal auf dem Nordzeekanaal auf dem Nordzeekanaal
Wir machen eine Dose Ravioli auf und essen beim Fahren. Es fliegen viele Flugzeuge über uns rüber, um dann in Amsterdam zu landen. Da ist viel los, schon die letzten Tage haben wir viele Flugzeuge gesehen. Kurz vor der Seeschleuse drehen wir und jetzt fahren wir nach Amsterdam. Es zieht plötzlich ganz schwarz auf,
kurz vor Amsterdam
aber wir haben Glück und es bleibt trocken. Die ganzen Industriehafenbecken sind für uns gesperrt, aber wir wollen da ja sowieso nicht hin. Aber es liegen einige Frachter und Tanker drinnen. Auf einmal kommt uns die Costa Marina
Costa Marina Costa Marina
entgegen. Viele Passagiere haben noch ihre Schwimmweste um, sie haben wohl gerade die Übung gemacht. Die Reise fängt wahrscheinlich hier erst an.
Nun wird es richtig voll, die ganzen Fähren zum Bahnhof fahren hin und her.
Wir wollen wie vor 10 Jahren wieder im Sixhaven anlegen, er liegt am günstigsten zur Fähre. Als wir um die Ecke in den Hafen fahren werden wir von einem Mann mit Trillerpfeife angepfiffen. Er gibt Handzeichen, dass wir quer hinter den Booten und Steg anlegen sollen. Wir machen an anderen Booten fest, müssen ein Tau verlängern und einen Fender am Steg befestigen damit nichts schrammt. Dann kommen schon die nächsten Boote und werden mit einem Pfiff dirigiert. So wird es voller und voller, aber wir haben Glück, über unser Boot muss keiner rüber. Und wir können über den Steg von Bord.
Sixhaven  Sixhaven
Wir gehen zur Hafenmeisterin und bezahlen für 2 Nächte € 22,--. Wir bekommen einen Code, um später wieder auf das Hafengelände zu kommen, so kommen keine Fremden hier rein. Wir fragen uns nur, wie oft der Code wohl geändert wird.
Zurück an Bord sehen wir, dass die Costa Atlantica, die noch am Terminal lag, jetzt raus fährt. Sie ist noch wesentlich größer als die Marina.
Costa Atlantica Costa Atlantica
Wir essen Abendbrot und beobachten, dass immer noch einige Segler rein kommen. Es passt aber alles und sonst wird es passend gemacht. Der Typ hat das alles gut im Griff.
Es regnet aber als es trocken ist, fahren wir mit der Fähre rüber zum Bahnhof – ist gratis. Das Touristenbüro macht gerade zu, dann müssen wir eben morgen früh noch mal her. So bummeln wir durch die Straßen und kommen tatsächlich ins Rotlichtmilieu. Das haben wir ja noch nie geschafft. Aber hier dürfen wir Frauen auch durch gehen. Die „Damen“ stehen alle sehr leicht bekleidet hinter Fenstern und man kann sie sich mehr oder weniger lange und gut ansehen. Auf die Bahnsteige darf man nur mit Fahrkarte, das wird unten kontrolliert. Nur die letzten 2 sind frei, da gehen wir mal hoch.
Anschließend fahren wir mit einer andren Linie wieder zurück, die ist schneller und der Weg zum Boot ist auch kürzer. Und der Code funktioniert. Als wir wieder zurück sind, fängt es wieder zu regnen an. Da haben wir ja sehr viel Glück gehabt. Dann geht es ins Bett. Hier liegen 3 Derby´s. Auf einer ist eine Horde deutscher Jugendlicher, die vorhin mit 1 Kiste Bier zurück gekommen sind. Jetzt wird ordentlich gefeiert.
  23.30 Ruhe im Schiff
€ 22,00    
07.07. 08.30 aufgestanden – bedeckt
7184,9 Es regnet jetzt und bald beginnt bestimmt der allgemeine Aufbruch. Ich bin ja mal gespannt was das wird. Aber wir wollen ja hier bleiben. Nach dem Frühstück irgendwann sehen wir den neuen „Einweiser“. Er geht rum und fragt, wer alles weg will. Da etliche vor uns weg wollen, bittet er uns dann irgendwann ob wir raus fahren und nach ca. 1 Stunde wieder kommen könnten, dann soll es leerer sein.
10.30 Los geht’s unter aller Augen rückwärts raus. Aber es klappt natürlich alles wieder gut, Jürgen kann ja fahren. An unseren Fender denken wir auch. Also fahren wir immer hin und her und beobachten wer so alles raus kommt. Von ganz vorne – Nähe Hafenmeisterbüro wollen natürlich auch noch etliche raus. Es kommen aber auch schon neue Boote, die rein wollen, die müssen umkehren. Nach über 1 Stunde versuchen wir es mal, aber es kommt noch ein Segler, aber dann fahren wir einfach. Wir wollen ja nach Amsterdam rein und nicht hier die ganze Zeit hin und her gurken. Der Einweiser ist auf jeden Fall mehr als überfordert. Wir suchen uns einen Platz aus, geht aber nicht, da dort noch irgendein Boot raus will. Wir gehen an den Anleger, wo letzte Nacht eine große Derby lag. Mit Hilfe der Leute, neben die wir gehen wollen und einem Bremer, der gestern auch schon hier lag, schaffen wir es dann auch.
€ 21,00 12.15 Endlich liegen wir wieder und fahren mit der Fähre zum Bahnhof. Im Touristenbüro werden wir auch nicht so wirklich schlau, aber wir beschließen, ein Tagesticket (€ 7,--) für die GVB (Tram, Bus und Metro, die aber z.Zt. geschlossen ist) zu kaufen. Jetzt fahren wir mit sämtlichen Linien durch die Stadt. Steigen um, nehmen mal den Bus. Diverse Stationen befahren wir dadurch natürlich mehrmals, aber das macht ja nichts. Heute essen wir im KFC und danach geht es weiter mit Bus und Bahn. Teilweise regnet es, wenn wir umsteigen, hält es sich aber in Grenzen. Ganz zum Schluss regnet es ziemlich doll, wir müssen uns noch einen Augenblick unter stellen. Wir gehen zum Bahnhof und heute können wir auch ohne Probleme überall hoch auf die Bahnsteige. Das war wahrscheinlich nur gestern, es war ja Sonntag oder es ist immer am Wochenende.
Nachtzug in AMST-Hbf Nachtzug in AMST-Hbf Nachtzug in AMST-Hbf Nachtzug in AMST-Hbf
Hier steht ein „Euro-Night“ nach Moskau über Köln, Kobenhagen und Warschau. Ich weiß nicht wie viele Wagen er hatte, aber er war unheimlich lang. Dann mit der Fähre zurück und um
  20.30 sind wir wieder an Bord.
Björn und ich waren noch auf Klo, soll man ja nicht an Bord, und Jürgen ist auf dem Weg zum Boot klitschnass geworden, da sich die Schleusen plötzlich wieder öffneten. Aber wirklich nur ganz kurz, denn ich habe es überhaupt nicht mit bekommen. Der Hafen ist wieder voll bis oben hin und Jürgen ist allmählich genervt. Morgen soll es auch noch nass und stürmisch werden, da wollen wir eigentlich nicht durch Amsterdam fahren. Nach dem Abendbrot lesen wir noch. Es regnet aber immer wieder. Das gute Wetter ist wohl erst mal vorbei.
Björn legt sich noch zwischen uns und er macht mit Jürgen das Mal-Ratespiel, aber auf der Brust, da er auf dem Rücken zu kitzelig ist.
  00.30 Ruhe im Schiff
€ 11,00    
08.07 09.00 aufgestanden – es regnet und das schon die ganze Nacht
Wir werden heute hier bleiben und noch einmal Amsterdam unsicher machen. Es schüttet wie aus Kübeln und sieht auch nicht wirklich nach weniger aus. Björn war auf Klo und ist nass zurück gekommen und Jürgen wartet jetzt wohl dort, dass es zumindest etwas weniger wird. Das ist der Nachteil am Hafen, sonst kann man ja immer an Bord auf Klo, egal ob es regnet oder nicht. Mir war es egal, ich bin hier gegangen, da die Boote alle gefahren sind und der Regen auch entsprechend Krach gemacht hat. Auf jeden Fall sind die Boote heute besser weg gekommen, oder sie lagen besser. Neben uns lagen junge Leute mit einem Segelboot, sie haben französisch gesprochen, mit uns sogar englisch. Sie sind heute auch gefahren, waren gestern ganz nett. Es sind wohl so eine Art alternative Weltumsegler.
Es hat dann bis kurz nach 12 Uhr geregnet, dann kam die Sonne. Wir haben noch für 1 Tag bezahlt und sind dann um
€ 49,00 13.00 wieder mit der Fähre zum Bahnhof rüber gefahren.
Da wir ein 24 Stunden Ticket haben, können wir noch bis 14:00 Uhr fahren. Wir fahren mit der Linie 5 noch 2 Stationen und wollen dann zu Madame Tussaud. Die Warteschlange ist ziemlich lang, so bummeln wir erst mal durch die Straßen und landen zum Essen dann doch wieder bei Mc Donalds. Der Zeitpunkt ist aber gut gewählt, da es jetzt regnet.
Anschließend geht es dann ins Wachsfigurenkabinett. Ist ganz interessant, aber ganz schön teuer.
Madame Tussaud Madame Tussaud
Am Ende konnte man noch viele Souvenirs kaufen oder seine Hand in Wachs kaufen. Die Hand wurde eingecremt und dann musste man einige Male in heißes, flüssiges Wachs tauchen. Und wenn man dann sieht, wie die Hand aus dem Wachs herausgeholt wird, ohne dass das Wachs kaputt geht, ist irre. Wir haben aber keine machen lassen.
Madame Tussaud Madame Tussaud Madame Tussaud

Sandra hat angerufen, sie hat sich für eine Info Reise nach Lappland angemeldet. Sie ist überglücklich und hofft, dass es klappt.
Wir müssen noch einen Geldautomaten suchen, da wir doch noch Diesel tanken müssen. Dann geht es zurück an Bord.
Vorher haben wir noch dieses Hotel in der Nähe des Bahnhofs gefunden:   Eisenbahn-HotelBei der Überfahrt begnete uns dieses ... Haus auf Wasser
  19.30 Wir sind wieder zurück und wieder ist alles voll. Nach dem Abendbrot tanken wir Wasser, was wir haben, das haben wir. Dabei erfahren wir von dem Bremer, dass er morgen um 9.00 startet. Er hat es allen, die im Weg liegen mitgeteilt. Hoffentlich spuren die dann auch alle. Wir lesen noch und gehen dann ins Bett. Plötzlich gibt es ohne Vorwarnung ein Gewitter. Es donnert und blitzt 2 mal, dann ist es auch schon wieder vorbei. Danach gießt es nur noch.
  23.50 Ruhe im Schiff
     
09.07. 08.20 aufgestanden – die Sonne scheint, total blauer Himmel.
7186,6 Es klappt tatsächlich, das breite Boot fährt schon kurz nach halb neun raus und andere folgen. Der Bremer steht auch startklar an Bord. Es muss aber noch ein Segler weichen, da er sonst nicht raus kommt. Seine Maschine läuft schon seit 15 Minuten. 10 Minuten nach 9 Uhr kann er dann endlich fahren. Mit ordentlich Speed geht es natürlich auch, vorne nimmt er den 1 Poller etwas mit, aber sonst verschont er die Boote. Da alles frei bleibt, trinken wir dann doch hier noch Kaffee, aber danach starten wir auch gleich. Der Segler neben uns fährt auch und wir legen um
09.40 ab. Ich mach das Tau wieder von der falschen Seite ab und es bleibt auch prompt mit der Schlaufe am Steg hängen. Die andere Seite ging so problemlos, typisch immer schaffe ich so was. Mir kam ein Mann zu Hilfe und dann konnten wir endlich raus. Wir haben gestern beschlossen, nicht durch Amsterdam zu fahren, deshalb geht es wieder zurück und dann in den Zijkanaal C.
Von der Seeschleuse kommt die OOCL Atlanta rein und wird ins Hafenbecken geschleppt. Es sieht alles sehr eng aus, aber sie passt tatsächlich rein. An Backbord ist noch eine Schlepperbreite Platz. Die Atlanta ist gut voll mit Containern beladen.
OOCL Atlanta OOCL Atlanta OOCL Atlanta
€ 3,50 Die Brücken sind für uns hoch genug, nur für die Segelboote, und davon gibt es hier viele, müssen sie auf gemacht werden. Die Autobahnbrücke hat aber 4 rote, da oben drauf gebaut wird. Sie hat nur bestimmte Öffnungszeiten. Wir fahren in die Schleuse in Spaarndam und müssen € 3,50 bezahlen. Anschließend geht es durch die Noorder Buiten Spaarne nach Harlem.
  12.30 Wir legen hinter der 2. Brücke an, denn ich habe einen Aldi gesehen. Björn und ich kaufen ein – auch 5 Pakete Lakritz für € 0,69 für Jürgen – und beschließen hier auch noch schnell Mittag zu essen. Es gibt Chinesisch für uns und Nudelsuppe für Björn. Die Autobahnbrücke muss inzwischen auf gemacht worden sein, denn nun kommen die ganzen Segler von hinten.
€ 5,50 14.00 Wir fahren auch weiter und müssen vor der nächsten Brücke erst einmal anlegen und € 5,50 für die Durchfahrt durch Haarlem bezahlen. Das Übernachten würde dann noch mal etwas kosten, aber wir wollen hier nicht schlafen. Anschließend geht es dann Brücke für Brücke weiter. Vor einigen müssen wir warten, aber im großen und ganzen klappt es gut. Die Entscheidung mit einkaufen und essen war gut. Es sind zwar noch Anleger frei, aber übernachten möchten wir hier nicht unbedingt.
Durchfahrt Haarlem Durchfahrt Haarlem Durchfahrt Haarlem
  14.50 Wir sind durch die letzte Brücke durch und lassen die 3 Segler vorbei und fahren gemütlich hinterher. Hier gibt es wieder schöne Häuser mit schön angelegten Gärten und Bootsanlegern davor. Wir fahren auf dem Buiten Zuider und kommen an den Haalemmermeerpolder, hier fahren wir links rum um am Molenplas zu übernachten. Leider sind wieder viele Angler hier und man kann nicht anlegen. Die anderen Möglichkeiten gehen nicht, da wir nicht dicht genug an Land kommen. Wir müssen also weiter, denn an der Straße wollen wir auch nicht liegen. Ein Stück weiter soll auch noch ein Anleger sein. Vor dem Molenplas ist noch eine Brücke mit Knopf. Vor uns ist noch ein kleines Boot und die drücken auch, aber es passiert nichts. Wir kreuzen, drehen und warten. Er drückt noch einmal und legt dann auch gleich an. Wir machen an einem großen Poller fest, weil es doch sehr windig ist. Wir haben keine Ahnung, warum die Brücke nicht auf gemacht wird. Von der anderen Seite kommt auch noch ein Boot und legt an und dann auf einmal klingelt es und wir können weiter. Hinter den Wohnschiffen sind dann Anleger und wir legen um
  16.30 an. Wir müssen wieder Haken rein schlagen, aber hier kommt ja kaum einer vorbei. Wir lesen und essen gefüllte Kuchen. Dann fängt es auch wie vorher gesagt zu regnen an. Da haben wir ja Glück gehabt. Und heute wird endlich geduscht, wir haben es uns gestern im Hafen noch verkniffen. So warm war es ja auch nicht.
Nach dem Abendbrot regnet es weiter. Wir lesen und machen Rätsel.
  23.10 Ruhe im Schiff. Die Brücke von Vijfhuizen ist grün beleuchtet, sieht gut aus. Aber es regnet ja, also genießen wir nur von drinnen.
     
10.07. 08.50 Aufgestanden – es regnet und hat es auch die ganze Nacht.
7191,7 Ich bin um 7 Uhr aufgewacht weil es getropft hat. Es ist vor unserer Tür auf den Teppich getropft. Ich habe ein Glas unter gestellt, später war ca. 1 cm Wasser drin. Es ist durch die Holzstufen, die nach draußen führen rein gekommen. Bei dem Regen ja auch kein Wunder, aber so wie die Treppe aussieht, ist es wohl schon öfter passiert. Es regnet immer wieder, aber ab Mittag soll es besser werden.
12.10 Wir legen ab, es nieselt zwar aber wir hoffen auf besseres Wetter. Was natürlich nicht eintrifft. Wir müssen ein Stück zurück fahren, an der Drückbrücke müssen wir heute nur 5 Minuten warten. Wir fahren nun unter der Cruquiusbrug mit 2,67 m durch Richtung Lisse. Die niedrigen Brücken gehen zügig auf, zum Glück da es ja immer noch regnet. Der Anleger hinter der Lisserbrug ist belegt, aber kurz danach gibt es noch welche. Wir legen um
  14.15 an. Björn isst den Rest Nudelsuppe und wir serbische Bohnensuppe. Noch einen Augenblick lesen, aber dann wollen wir noch ein Stückchen weiter.
€ 98,52 15.30 Die Brücken sind auch mit Mast noch hoch genug, also können wir getrost von drinnen fahren, auch wenn es nicht so schön ist. Wir wollen versuchen, durch den Balgerij und dann im Kever anzulegen. Hier kommt uns die Olympia entgegen, das breite Schiff, das gestern vor dem Bremer im Sixhaven gelegen hat. Es waren mindestens 10 Personen an Bord.
Am Anleger liegen schon einige Boote, aber es gibt ja noch mehr hier. Jetzt wird natürlich auch das Wetter besser, ist ja logisch wo wir anlegen wollen. Wir beschließen, etwas zurück zu fahren, da direkt hinter der Fähre eine Tankstelle war. Wir tanken für € 1,52 – ganz schön teuer, lässt sich ja aber nicht ändern. Wir tanken 64 Liter und wollen dann im ´t Jappe anlegen. Wir fahren das Gravenwater entlang, in den Eijmerspoel und ins Zweiland. Von hier aus geht es ins ´t Jappe, hier sind ganz viele Anleger, leider kosten sie pro Meter € 1,-- Irgendwie muss es aber nicht sein, es ist hier nicht anders als oben im Kever. Also wieder zurück. Die Sonne ist jetzt tatsächlich zu sehen, endlich mal wieder. An die übrigen Anleger dürfen wir auch nicht, da es „eegen Terrein“ ist. Also doch zu den ersten von vorhin. Es ist genügend Platz, dass wir noch aussuchen können wie und wohin. Nach einigem hin und her beschließt der Kapitän dann mit Steuerbord an die „Insel“.
  18.15 Wir sind fest. Da es noch sonnig ist, lese ich oben noch einen Augenblick. Aber es wird dann doch frisch. Björn ließt diesen Bericht und hat ewig was zu beanstanden. Er kann ja selber mal schreiben. Anschließend gibt es Abendbrot und dann lesen wir wieder.
Die Sonne kommt noch einmal wieder und scheint noch bis zum Untergang.
  23.20 Ruhe im Schiff
     
11.07 08.30 aufgestanden – die Sonne scheint
7196,4 Es bedeckt sich aber auch schnell, schade. Na ja, mal sehen. Auf jeden Fall ist es nicht so kalt. Ich bringe noch den Müll weg, die Tonnen sind vorhin geleert worden.
11.00 Los geht´s, wir fahren den Balgerij zurück und dann rechts in den Ringvaart van der Haarlemmermeerpolder. Und dann müssen wir mal sehen, wo wir den Wochenendeinkauf tätigen. Hinter der Weteringbrug biegen wir nach rechts in den Oude Wetering ein. Hier gibt es wieder ganz nette Häuser. Wir fahren durch das Braassemermeer, hier im Jachthaven liegen auch ein paar Boote, da bekommt man bald ein Haus dafür. Die Sonne scheint, wenn sie aber von den Wolken verdeckt wird, ist es wieder frisch. Wir fahren jetzt den Woudwetering entlang nach Alphen A/D Rijn. Hier wollen wir einkaufen. Aber es ist kein Laden zu sehen, also fahren wir weiter. Wir haben vorhin die Scheiben 2 x umgelegt und sind so unter 2,50 m Brücken durch gekommen. Die Anderen werden problemlos für uns geöffnet. Wir können uns wirklich nicht beklagen.
Am Ende von Alphen wissen wir, dass wir hier schon einmal längs gefahren sind. Wahrscheinlich mit der Derby 17. Bis hierhin wussten wir noch nicht, in welche Richtung wir weiter wollen. Wir entscheiden uns für links in den Aar Kanaal. Am Zegerplas sind Anleger, aber leider alle besetzt. Wir fahren weiter durch die Zegerbrug, die sogar auf macht als wir beim Scheiben umlegen sind. Dahinter sind Anleger und hier machen wir um
  13.50 fest. Es gibt Erbsensuppe, da wir für die Fleischklößchen gedrehte Nudeln brauchen, die ich nicht mit habe. Anschließend lesen wir noch kurz und um
  15.15 geht es weiter. Wir fahren durch die Aardammerbrug und dahinter legen wir an, da wir hier in Ter Aar einen Supermarkt vermuten. Laut Karte sieht es später nicht mehr so günstig für Einlaufsmöglichkeiten aus. Auf dem Weg fängt es mal wieder zu regnen an, wir finden etwas zum unterstellen, aber wir sind schon kurz vor dem Supermarkt. Es ist Freitag Nachmittag und entsprechend voll. Aber wir kriegen alles, nun kann das Wochenende kommen. Der Regen ist auch vorbei, so können wir wieder an Bord. Jürgen dachte, wir wären patschnass weil es so geschüttet hat. Im Supermarkt haben wir es gar nicht mit bekommen.
  16.15 Leinen los und noch 2 Brücken, die geöffnet werden müssen und nun sind wir an der Tolhuissluizen, die uns in die Amstel bringt. Vor der 2. Brücke gibt Jürgen plötzlich Gas, sie wird nämlich gerade auf gemacht, weil 3 Boote von vorne kommen. Die Sonne scheint wieder und es ist richtig warm. Wir können auch gleich in die Schleuse und so sind wir ganz schnell durch. Die nächste Brücke öffnet nur alle halbe Stunde, deshalb sollen wir gemütlich fahren. Wir sind schon viertel vor sechs da, müssen also noch anlegen, da 4 rote sind. Björn möchte den Anleger fahren und mit Jürgens Anweisungen klappt es auch. Pünktlich um sechs wird die Brücke bedient, mit uns fahren noch 2 Boote durch, von der anderen Seite kommt 1 Boot. Die Brücke ist nagelneu, sie ist erst seit dem 30.6.08 wieder in Betrieb. Dahinter sind Anleger, aber man muss bezahlen, deshalb fahren wir noch weiter, zumal dahinter eine Straße ist. Das ist uns ja viel zu laut. Ein Stückchen weiter geht es in die Kromme, dann müssen wir hier eben gucken. Und tatsächlich gleich am Anfang ist ein Anleger. Hier liegen schon 3 Boote – 2 im Päckchen- und wir haben einen Platz. Wir wollen mit Backbord anlegen, aber leider versagt dabei das Bugstrahlruder und da es etwas windig ist, möchte Jürgen lieber mit Steuerbord anlegen. Aber auch das klappt gut unter aller Augen und um
  18.30 sind wir fest.
Jürgen und Björn überlegen noch was sie mit der Bugschraube machen können, denn mal funktioniert es mal nicht. Aber man kann ja auch ohne fahren.
Das Wetter ist schön, wir lesen noch draußen bis es den Beiden zu kalt wird, denn windig ist es ja. Aber man muss die Sonne einfach ausnutzen. Nach dem Abendbrot lesen wir wie immer. Heute war ein echt schöner Tag. Morgen soll es Regen und Unwetter geben, das kann man sich im Moment gar nicht vorstellen.
  23.30 Ruhe im Schiff
     


3. Woche
12.07. 09.15 aufgestanden – es regnet
7201,5 Es hat heute Nacht schon viel und doll geregnet. Beim Frühstück wird es heller, aber dann regnet es doch wieder. Laut Fernseher wird es heute Nachmittag besser. Und ab morgen kommt die Sonne wieder mehr durch, das ist schön. Wir beobachten ein Blesshuhn mit Kind. Das Blesshuhn taucht ganz unter und ab und zu hat es etwas zu fressen für das Kleine. Vorhin hat es sogar eine Muschel hoch geholt und auf ein Blatt der Teichrosen gelegt, aber irgendwann ist die Muschel wieder runter gefallen.
12.00 Es ist trocken und wir starten, die nächste Brücke macht um 13.00 zu, es wäre gut, wenn wir sie vorher noch schaffen. Die Sonne scheint jetzt, aber es ist nicht so warm – 18 Grad. Gestern Abend ist noch ein Binnenschiff vorbei gefahren und wir fragen uns jetzt, ob es hier wirklich längs fahren konnte – muss ja aber.
Hier ist es wieder sehr schön lang zu fahren, das Wasser ist wenig befahren und links und rechts schöne Häuser. Auf jeden Fall war es gut, den Anleger gestern Abend genommen zu haben, denn die ersten 2 Anleger hier sind besetzt. Die Brücke ist sofort auf gemacht worden und die Nächste ist offen, da sie wohl nur für Fußgänger runter geht. Sie ist mit Lichtschranke versehen. Wir haben grün und die andere Seite rot. Es ziehen wieder Wolken auf und dadurch wird es ziemlich kalt. Wir fahren noch bis zur Mühle in Westveen und gehen direkt gegenüber ran und legen um
  13.30 an.
Jürgen und Björn wollen sich um das Bugstrahlruder kümmern. Sie stecken den Bootshaken durch, er verkantet sich aber Jürgen bekommt ihn dann doch zum Glück wieder raus. Jetzt muss Björn vorne alles ausräumen, weil sie von da gucken wollen. Leider bekommen sie aber den Strom nicht abgestellt, dann müssen wir wohl doch ohne Bugstrahl fahren. Bugschraube  Bugschraube

Heute gibt es Nudel up, da wir sowieso nicht mehr so weit wollen. Die Brücken machen alle ab halb fünf wieder für 1 Stunde zu, also legen wir um
  15.45 ab und wollen gleich links rum in den Heinvoomsvaart. Das Schild davor besagt: Tiefgang 90 cm, bis 10 m Länge und Brücken 2,50 hoch. Der Tiefgang mit nur 5 cm Spielraum ist uns zu gefährlich, leider haben wir uns dadurch fest gefahren. Wir müssen zurück. Björn fährt und wir überprüfen eine Auswegroute. Wir wollen jetzt über Uithoorn und dann rechts in den Oude Waver.
Jürgen hat vorhin eine SMS an Hertzen Oost geschrieben, mal sehen ob er sich noch mal meldet. Hat er und wir dürfen reparieren.
Wir haben heute morgen 2 selbstmähende Rasenmäher gesehen, aber die sind ja wahnsinnig teuer, und ein bisschen Bewegung tut gut. Wir kommen am Anleger von letzter Nacht vorbei, es liegen 2 Boote dort, aber wir wollen noch etwas weiter. Die Brücken in Uithoorn sind 2,50 hoch und mit umgelegten Scheiben passt es, denn wir haben 4 rote. Der nächste Anleger ist besetzt, so fahren wir jetzt nach rechts in den Oude Waver, hier sind auch Anleger. Hier ist es noch schmaler, aber sehr schön und man kann wieder weit gucken. Der Anleger vor der Brücke ist mit 2 Booten voll belegt.
Nun müssen wir durch die Selbstbedienungsbrücke. Wir lassen Björn raus und er muss sie öffnen. Wir müssen jetzt natürlich vorsichtiger bzw. genauer fahren ohne Bugstrahl, aber Jürgen macht das schon. Nun windet sich der Fluss durch die Landschaft, das ist wieder was für uns. Laut Karte ist vor der nächsten Brücke noch ein Anleger und es stimmt sogar. Was noch besser ist, er ist frei. Es gibt sogar Ringe zum fest machen. Wir legen um Selbstbedienungs-Brücke im Oude Waver   Selbstbedienungs-Brücke im Oude Waver   Selbstbedienungs-Brücke im Oude Waver   Selbstbedienungs-Brücke im Oude Waver  
  18.20 an und jetzt wollen Jürgen und Björn es noch mal mit der Reparatur versuchen.
Ich gehe mal zur Brücke. Sie wird per Knopfdruck zum Brückenwärter bedient. Um 9 Uhr macht sie auf. Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass hier sehr viele Boote fahren, aber sie hat immerhin bis 20 Uhr offen. Das Bugstrahlruder hat keinen Splint mehr, also können wir auch nicht wirklich was ausrichten. Björn taucht von außen noch mal mit dem Arm ins Wasser, aber er kommt nicht weit genug heran. Also alles wieder zu machen, einräumen und duschen.
Anschließend gibt es endlich Abendbrot. Dabei sehen wir 9 bis 10 Ballons. Die Sonne geht wieder so schön unter. Wir lesen noch. Hier ist es total ruhig. Als es dunkel wurde hat man die Lichter von Amsterdam/Amstelveen gesehen. In Richtung Amsterdam war der Himmel richtig rot.
Abends im Oude Waver

Als Björn vorne noch mal ausgeguckt hat, hat er Fledermäuse fliegen sehen.
  23.50 Ruhe im Schiff
     
13.07. 08.45 aufgestanden – die Sonne scheint
Es ist richtig warm im Boot, schön so gefällt es uns. Sogar Björn ist schnell aufgestanden. Heute sind viele Radfahrer unterwegs. Und die Flugzeuge fliegen über uns hinweg, eines nach dem anderen. Besonders laut sind die Jumbos. Wir sind ja noch ziemlich weit weg vom Flughafen, wie ist es für die Leute, die direkt an der Lande- bzw. Startbahn wohnen?
Nach dem Frühstück kommen tatsächlich 2 Boote von vorne und eins von hinten. Jürgen muss noch eingecremt werden und um
€ 1,00
€ 2,20
€ 2,20
€ 4,50
11.00 legen wir ab. An der Brücke drücken wir und aus einem der Häuser kommt die Brückenwärterin. Wir sind schnell durch die Brücke durch und dann kommen erst einmal Selbstbedienungsbrücken. Die erste macht ein Spaziergänger auf und für die Nächste gehe ich von Bord, da Björn fahren möchte. Da ist es besser, wenn Jürgen mit an Bord bleibt, denn ohne Bugstrahl ist es doch schwierig zu fahren. Die anderen Brücken sind nicht mehr da. Wir fahren durch die Botsholsebrug nach rechts Richtung Vinkeveense. Hier kommt noch eine Brücke, wo wir ebenfalls € 2,20 zahlen müssen. Nun sind wir an der Proostdijkersluis, die uns € 4,50 kostet, das ist ein teurer Tag heute.
  12.30 Wir haben die Schleuse gerade noch vor der Mittagspause geschafft und sind nun im Vinkeveense. Hier sind ganz viele Inseln mit kleinen Häuschen oder auch nur ein Anleger für das Boot. Wir suchen jetzt auch einen Anleger zum Mittag essen, da die Brücke bis 13.30 wieder zu ist. Wir suchen ein bisschen Windschatten und Ankern um
  13.00 und essen Chili con Carne, es ist sehr scharf. Es schaukelt auch sehr beim Essen, aber wir sind ja seefest. Jürgen sitzt am Eingang, denn wir drehen uns ganz schön, aber der Anker hält.
€ 4,50 14.15 Anker hoch und zur Brücke, sie hat sogar gerade auf gemacht, da Gegenverkehr ist. Hier gibt es viele Häuser, Mann oh Mann, nur vom feinsten. Die Brücke am Ende vom Plassen soll 2,80 m hoch sein, das kann aber nicht stimmen, aber wir hatten ja sowieso schon umgelegt. Dahinter kommt gleich die Demmerikse Sluis. Wir müssen noch kurz anlegen, da gerade einige Boote hoch geschleust werden. Aber bald sind wir dran und müssen für diese Schleusung ebenfalls € 4,50 bezahlen. Auch wenn es teuer war, es war eine schöne Fahrt durch die schmalen Flüsse gestern und heute. Es geht den Geuzen Sloot entlang und dann rechts in die Angstel. Die Eisenbahnbrücke am Ende ist 2006 neu gebaut worden und jetzt hoch genug. Als wir unter durch fahren kommt natürlich kein Zug, aber danach wieder, das ist ja vollkommen klar.
Wir überqueren den Amsterdam Rijn Kanaal und fahren in den Wetering, Brückenhöhe 3 m – Breite 5 m, das passt. Hier liegen auch wieder Wohnschiffe, man kann gut hinein sehen, man ist ja nicht neugierig. Die Brücke am Ende hat nur eine Breite von 3,40, das haben wir vorher auf der Karte leider nicht gesehen. Wir sind ganz kurz gegen gekommen, ist aber nichts passiert. Wir wollen links rum in die Vecht, müssen noch kurz warten, da ein Rundfahrtschiff von vorne kommt. Dann können wir fahren. Es regnet kurz. Vor der nächsten Brücke in Loenen ist noch Platz und wir legen um
€ 5,90 16.00 an. Björn meint, ein Mann aus dem Boot hinter uns war schon auf dem Sprung nach draußen, denn Jürgen ist ziemlich forsch ran gefahren. Aber gekonnt ist gekonnt, außerdem haben wir ja kein Bugstrahlruder als Hilfe.
Wir gehen spazieren, da wir mal zur Mijndensesluis rüber wollen. Sie führt zum Loosdrechtse Plassen, aber wir wollen dort nicht hin fahren. Heute ist Sonntag und entsprechend viel los. Es wollen viele Boote durch die Schleuse, sie ist mit 50 m Länge aber auch sehr groß und es passen viele Boote hinein.
Anschließend gehen wir noch zur anderen Seite der Brücke, dort sind auch noch Anleger, aber alle besetzt. Hier liegt auch wieder ein deutsches Boot. Dabei sehen wir, dass hier wohl doch kassiert wird. Da der Kassierer auch zu unserer Seite geht und noch einige Boote durch die Schleuse wollen, gehen wir noch mal gucken. Dabei sehe ich, das der Kassierer um unser Boot geht, mal sehen ob er später noch mal kommt.
Nach dem Abendbrot sehen wir wieder einen Ballon. Wir lesen noch und der Kassierer kommt doch tatsächlich noch mal und wir müssen € 4,10 + je € 0,60 pro Person bezahlen.
  02.00 Nach stundenlanger Mückenjagd mit Licht an, Licht aus und versuchen zu schlafen ist endlich Ruhe im Schiff
     
14.07. 08.50 aufgestanden – die Sonne scheint
7209,2 Wir werden alle etwas brutal von den Rasenmähern geweckt. Es muss ja wieder unbedingt früh morgens vor den Booten gemäht werden. Ich bringe nach dem Frühstück noch den Müll weg. Björn hat sich geweigert – der Weg ist viel !!!! zu weit – und kriege fast den Deckel von der großen Mülltonne nicht auf. Nun ist mir noch wärmer, ich muss mich erst mal umziehen. Nach langer Zeit ist wieder Rock angesagt.
€ 0,50 € 0,50 11.15 Wir legen ab. Kurz vorher ist das Boot vor uns von einem Mechaniker oder so abgeholt worden. Wir liegen an einem 3 x 24 Stunden Anleger und das Boot hatte einen Zettel dran, dass es schon länger hier lag.
Die Brücke geht auf und wir kommen weiter.
Die nächste Brücke hat einen Brückenwärter, wie wir gestern schon gesehen haben. Loenen an der Vecht Loenen an der Vecht Loenen an der Vecht Wir kriegen den Schuh, aber von der anderen Seite steht – geen bruggeld – was denn nun?

Die Vecht schlängelt sich durch die Gegend, ist wieder richtig schön. Hier sind auch wieder viele Häuser oder Wohnboote mit teilweise sehr hübschen Gärten. Aber im Gegensatz zu gestern ist hier sehr viel Verkehr. In Vreeland kommen wieder 2 Brücken, die eine mit Knopfdruck und die andere mit Schuh an der Leine. Ebenfalls mit Schild von der anderen Seite „ kein Brückengeld“. Gegenüber des Sees Spiegel polder sind ganz viele Anleger, die auf der alten Karte nicht eingezeichnet sind. Wir hätten also noch weiter fahren können. Aber in Loenen war es doch schön und an der Schleuse sehr interessant. Wir fahren in Nigtevecht nicht durch die Schleuse, sondern die Vecht weiter Richtung Weesp.
Dann sehen wir einen Schuh als Boot (Segelboot), aber leider ist eine Plane darüber, sodass man nicht viel erkennen kann. Segel-Holzschuh Segel-Holzschuh

Dann wollen wir das obligatorische Handybild machen, was wieder sehr anstrengend ist, da das 1. Bild natürlich mich wieder nicht mit drauf hatte und die nächsten Male nicht ausgelöst wurde, weil Jürgen es falsch bedient hat. Aber dann hat es geklappt.
  13.30 Wir legen kurz vor der Uitermeersluis an zum Essen. Es gibt Ravioli. Der Anleger war kompliziert, da es kein Steg ist, sondern nur Poller mit dünnen Balken und natürlich windig. Jürgen turnt auf dem Balken rum um die Achterleine fest zu machen. Aber dann liegen wir gut.
€ 3,30 14.40 Leinen los, wir haben noch einiges vor uns. Wir kommen durch Weesp und müssen vor der Lange of Vechtbrug anlegen.
Björn hat zwar gedrückt, aber die Ampel bleibt weiter auf rot. Wer weiß wie lange das dauert bis der Brückenwärter hier ist. Weesp Ein Laden ist auch nicht in Sicht, ginge auch nicht so wirklich, da wir nicht an Land kommen.
Nun geht es weiter, wieder an Wohnschiffen Selbstbildnis in Weesp vorbei, dann unter der Eisenbahnbrücke Weesp durch und nach Muiden.
Die Schleuse ist offen, aber vor uns sind noch einige Boote. Es ist interessant hier, denn das letzte Mal vor sieben oder 10 Jahren haben wir nicht viel sehen können, da es wie aus Eimern gegossen hat. Ich kann mich jedenfalls nicht an diese Schleuse erinnern. Schleuse in Muiden
Eigentlich ist noch Platz in der Schleuse, aber wir bekommen rot und einen Pfeil nach rechts in die 2. Schleuse, hier ist gerade ein großer Segler raus gefahren. Nun werden wir eben ganz allein geschleust, kostet € 3,30. Schleuse in Muiden Kurz nach vier sind wir durch. Wir wollen mal sehen, ob hier noch ein Anleger für uns ist. Es wäre ganz gut wenn wir noch Brot kaufen, da wir nicht wissen, ob wir morgen schon an einem Ort vorbei kommen. Es ist aber alles besetzt und einen Supermarkt habe ich auch nicht entdeckt. Segelschiff in Muiden Dann fahren wir eben weiter, gleich im Fahrwasser nach Steuerbord und dann ins Gooimeer.

Wir beschließen nach Almerehaven zu fahren und dort nach Brot zu gucken. Nach 16 Uhr muss man bezahlen, Jürgen lässt uns nur raus und gönnt sich dann etwas Spaß draußen auf den Wellen. Wir finden auch einen Supermarkt und nach 30 Minuten treffen wir uns dann wieder. Wir wollen zu der Insel kurz vor der Autobahnbrücke, da ist ein Anleger eingezeichnet. Ist aber leider schon besetzt und an den letzten Platz will Jürgen nicht ran gehen. Unter der Brücke durch im Vaargeul ist noch eine Insel, sie heißt Dode Hond. An den letzten Platz am Steg will Jürgen wieder nicht, da nur 2 Klampen zum festmachen da sind und es zu doll weht. Aber ein Schlauchboot legt von einer anderen Stelle ab und das ist jetzt unser Platz. Ohne Bugstrahl ist es wieder schwierig, aber ein Mann von einem anderen Boot hilft uns und wir liegen dann um
  19.20 fest. Ich schreibe noch einen Augenblick und dann gibt es erst einmal Abendbrot.
Mir fällt gerade ein, dass Jürgen in der Schleuse den Motor nicht wieder an bekommen hat. Ihm ist schon ganz anders geworden. Aber Jürgen hatte nur vergessen den Aushebel wieder rein zu drücken. Da ist er nicht mal drauf gekommen, mir war es aber sofort klar, da es uns ja letztes Jahr erst passiert war.
Nach dem Abendbrot lesen und Sudoku´n wir noch. Wir liegen heute sehr schaukelig, immer wenn ein Boot draußen vorbei fährt schaukeln wir ganz schön. Björn sieht noch einen Ballon. Es kommen noch 3 Boote aus Belgien, die gehen an den Steg, wo wir nicht hin wollten.
  23.50 Ruhe im Schiff
     
15.07. 08.50 aufgestanden – die Sonne scheint, aber es zieht sich schon wieder zu.
7216,0 Heute Nacht hat es nicht geschaukelt, aber jetzt geht es wieder los. Das große Boot mit den 3 Kindern an Bord wird jetzt erst einmal gedreht. Wir kommen gar nicht zum Lesen, weil wir da zugucken.
11.00 Wir legen ab und nun geht es immer an den Tonnen entlang, vorbei an Beenschoten-Spakenburg Richtung Zeewolde. Es ist ein ganz komisches Licht, die Sonne scheint nicht, aber man braucht trotzdem eine Sonnenbrille.
Wir fahren vom Nijkerkernauw in den Nuldernauw. Vorher müssen wir aber noch durch die Nijkerkersluis, sie hat gerade zu gemacht als wir ankommen. Sie ist 90 m lang, das dauert jetzt also erst mal, bis wir dran kommen. Es sind auch viele Boote drinnen, Die Segelboote kommen zum Schluss raus, da die Brücke noch geöffnet werden muss. Dann dürfen auch erst die Segelboote hinein und anschließend kommen wir. Die anderen Boote benutzen ihre Bugstrahlruder so viel, es ist richtig laut, wir fahren total leise und es klappt auch.
  13.00 Wir haben es geschafft und bis zur nächsten Schleuse dauert es noch. Jetzt nieselt es etwas. Sandra hat angerufen, sie wäre fast Spielmannszug-Königin geworden. Das erste mal, dass sie überhaupt gut getroffen hat. Das Wochenende war sehr anstrengend, das hat Sandra gestern beim Arbeiten gemerkt, aber heute geht es schon wieder einigermaßen.
Wir werden heute wieder während der Fahrt essen, da die Schleusen doch ziemlich aufhalten. Es gab Gulaschsuppe. Es sind doch nur noch 2 Schleusen, die Hardersluis ist inzwischen weg. Da es aber jetzt mehr regnet, fahren wir von drinnen. Hier geht es ja, es ist genug Platz und viel zu sehen ist auch nicht. Wir wollen noch durch die Roggelotsluis und dann mal gucken, wo wir übernachten. Wir glauben, dass wir die Ganzensluis, die letztes Jahr kaputt war und wir umdrehen mussten, bis 19 Uhr nicht mehr schaffen. Die Roggelotsluis ist ganz leer, mit uns ist nur noch 1 kleiner Segler drin.
  17.25 Wir sind aus der Schleuse raus und stoppen jetzt die Zeit, da wir den Vaargeul ganz hoch müssen bis fast zum Ketelhaven und auf der anderen Seite die Ijssel wieder zurück. Aber es wird uns zu knapp, nachher sind wir vor der Schleuse und sie hat zu. Also fahren wir nicht in den Keteldiep, sondern ein Stück weiter und dort sind Anleger. Hier waren wir auch noch nie, mal sehen ob noch Platz ist. Es sieht so aus, als wenn der Steg von beiden Seiten benutzbar ist, dann gehen wir nach hinten, da vorne alles belegt ist. Auf der Rückseite liegt nur ein Segelboot, also Platz genug. Wir haben um
  18.30 angelegt. Kurze Zeit später kommt doch noch ein Segelboot, das haben wir heute schon mal überholt. Heute wird wieder geduscht und dann gibt es Abendbrot. Danach lesen wir. Wir haben so spannende Bücher mit, dass wir noch gar nicht gespielt haben. Auch Björn gefallen die Bücher, die Jürgen ihm empfohlen hat.
Wir haben unterwegs so viele Schwäne gesehen, man konnte sie gar nicht zählen. Hier ist ein Schwanenpaar mit 1 Jungen. Später ist die Sonne als roter Ball unter gegangen, wir haben sie sonst den ganzen Tag nicht gesehen.
  23.50 Ruhe im Schiff
     
16.07. 09.00 aufgestanden – bedeckt
7223,0 Die Boote auf der anderen Seite werden gut gebeutelt, so wie wir gestern morgen. Wir liegen ganz ruhig.
Die Sonne ist jetzt raus gekommen, dann wird es wohl wieder schön. Wir haben leider nur noch 2 Tage. Aber jeder Urlaub geht ja mal zu Ende und dieser war sehr schön lange.
11.30 Wir legen ab und fahren durch das Zwarte Meer, dann den Zwanen Diep entlang. Die Brücke in Kadoelen ist 2,60 hoch. Da einige Boote vor uns fahren, die höher sind, wird sie auf gemacht. Es kommen aber nicht alle Boote durch, da die Autos erst mal wieder dran sind. Es ist aber nicht viel Verkehr, so dauert es nicht lange bis die Brücke wieder auf geht. Es weht ziemlich, aber man kann es noch ohne Jacke aus halten. Dann und wann kommt die Sonne und es wird wieder wärmer. Wir fahren nun den Kadoeler Vaart entlang durch die Vollenhoverbrug mit umklappen, da sie nur 2,60 hoch ist. Dann kommen wir in den Vollenhoverkanaal und hier legen wir um
  14.30 zum Essen an. Es gibt Linsensuppe und um
€ 2,--
€ 2,--
15.40 geht es gleich weiter. Wir kommen nach Blokzijl und Jürgen graust es jetzt schon vor der Schleuse, mal sehen, vielleicht ist ja gar nicht so viel los. Wir legen außerhalb des Hafens an. Björn und ich gehen noch ein Brot kaufen, Wir haben im Touristenbüro nach einem Supermarkt gefragt. Auf dem Weg dahin, habe ich es dann wieder erkannt, hier haben wir schon mal eingekauft, damals war Sandra noch mit.
Und wir haben endlich ein Pumpernickel für Jürgen bekommen. Anschließend haben wir gleich abgelegt, wir sind sofort vom Steg weg gedrückt worden durch den Wind. Blokzijl Blokzijl Blokzijl Alles ziehen nützt nichts, Taue an Bord schmeißen und dann hinten rauf, sonst hätten wir keine Chance mit zu kommen. Vor der Schleuse müssen wir noch wieder anlegen, da gerade 2 Boote hoch geschleust werden. Jürgen macht Bilder, doch dann sind natürlich die Batterien alle. Also wechseln, aber die Neuen gehen auch nicht. Blokzijl Blokzijl Wir müssen ja sowieso noch warten, da der Schleusenwärter noch einen Fender aus dem Wasser angelt. Den hat wohl das Motorboot, was eben aus der Schleuse gefahren ist, verloren. Wir werden ganz alleine geschleust. Vorher ist Jürgen noch eingefallen, mit dem Handy zu knipsen, das geht ja auch. Blokzijl Wir unterhalten uns in der Schleuse noch darüber und genießen es, es endlich mal hier nicht so stressig zu haben.

Die Schleusung geht runter und da ich belegt hatte und vom rumgucken abgelenkt war, habe ich es vergessen. Das Tau war schon zu fest gezogen, wir konnten es nicht mehr frei kriegen und hingen jetzt fest. Typisch Mama, Jürgen und Björn haben noch versucht zu ziehen, aber es ging nicht. Der Schleusenwärter hat gefragt, ob er wieder hoch schleusen soll, das fand ich ja echt nett. So sind wir, ohne das Tau zu kappen wieder frei gekommen. Und die Leute hatten was zu sehen. Wir haben dann auch von einer Familie die besten Ratschläge bekommen. Wer den Schaden hat.... Danach ist dann alles klar gegangen. Jetzt muss nur noch Björn einmal Mist machen, aber er ist einfach zu gut. Ich hatte Jürgen schon vorher gesagt, er soll seine Regenjacke aus ziehen, er hat nicht gehört. Jetzt ist ihm ziemlich warm geworden. Gut das die alle nicht wissen, dass wir schon etwas öfter gefahren sind.
Wir fahren nun den Noorderdiep entlang und dann den Valse Trog. Wir biegen nach links in die de Riete. Es wird wieder etwas enger. Die Scheerebrug wird automatisch bedient. Jetzt fährt Björn wieder. Wir wollen durch den Nat. Park De Weeribben fahren, hier sind nämlich viele Anleger. An der nächsten Brücke müssen wir dann erst einmal € 2,-- bezahlen. Die ersten Anleger sind schon besetzt. Hier ist es sehr schön längs zu fahren, vor 2 Jahren habe ich davon nichts mit bekommen, da ich mit Mutti und Volker telefoniert habe, weil es Papa ja so schlecht ging.
Der letzte Anleger ist auch besetzt, aber es lagen schon einige Boote so am Rand. Außerdem sehen die Anleger auch nicht anders aus als die linke Seite des Ufers. Deshalb beschließen wir zu drehen und ein kleines Stück zurück zu fahren und dann legt Björn ohne Probleme um
  19.00 an. Es gibt endlich was zu essen. Danach wird gelesen und ich muss erst einmal alles ab Blokzijl auf schreiben.
Die meisten Radfahrer, die hier lang fahren sind bestimmt von den Booten. Viele haben auch nur Klappräder. Wir liegen hier auf jeden Fall gut geschützt.
  23.30 Ruhe im Schiff
     
17.07. 08.40 aufgestanden – die Sonne scheint
7228,6 Die Brücken machen hier um 8 Uhr auf, daher sind schon ein paar Boote unterwegs. Bald sind nur noch Boote unterwegs, von hinten, von vorne – ein Verkehr, es ist nicht normal.
11.00 Wir starten dann auch und es fängt prompt zu regnen an. Vorher war so schönes Wetter. Wir kommen nun zur Brücke von Ossenzijl. Von drinnen sieht man ja wieder nicht gut, aber es ist nur 1 Boot hinter uns und wir haben schon rot/grün, so kann Jürgen drinnen bleiben. Es fängt an zu schütten und der hinter uns fährt ganz schön dicht auf, das nervt. Er kann aber nicht überholen, da von vorne immer welche kommen und rechts Anleger sind. Jetzt sind wir doch am überlegen, ob wir die Linde lieber rechts rum fahren sollen. Aber es wird etwas heller und wir fahren dann doch links rum in die Linde. Björn zieht Regenklamotten an, da wir umklappen müssen, die Brücke ist nur 2,60 hoch. Hier ist es wieder schmaler und durch die niedrigen Brücken nicht viel befahren. Dann ist es ganz trocken. Die Linde schlängelt sich durch die Landschaft und es kommen uns 2 Boote entgegen. Wir beobachten, wie sich 8 Störche in die Luft „schrauben“ und dann nur noch segeln, sieht toll aus. Die Brücken vor Kuinre sind 2,90 m hoch, also nur Mast und Fahne runter. Wir sind um
  12.55 vor der Schutzschleuse. Sie wird pünktlich um 13 Uhr wieder geöffnet. Das Boot vor uns will nicht durch, also werden wir alleine geschleust. Für die Brücke gleich hinter der Schleuse müssen wir noch die Scheiben umlegen, aber das können wir ja mittlerweile sehr schnell. Aus der Schleuse raus und dann gleich rechts rum, da ist die nächste Brücke. Das Boot von vorne hat schon irgendwie Rammkurs auf uns, aber wir kommen unbeschadet vorbei. Es liegt dann aber erst einmal quer vor der Brücke. Jetzt sind wir im Nieuwe Kanaal, der sich auf der anderen Seite der Linde wieder hoch schlängelt. Wäre es dazwischen nicht so hoch, könnte man die Boote auf der Linde sehen. Die nächste Brücke ist 2,75 m hoch, also wieder umklappen. Danach sind wir in der Tusschen Linde. Hier liegt ein Boot direkt in der Kurve und von vorne kommt eins, besser kann man wirklich nicht anlegen. Wir fahren noch durch die open sluis und legen dann sofort dahinter um
  13.45 im Passantenhaven Schoterzijl an. Ein letztes Mittagessen, Fleischklößchen in Tomatensoße mit gedrehten Nudeln. Wir liegen gerade, da fängt es wieder zu regnen an, haben wir ja mal wieder Glück gehabt.
€ 2,-- 15.30 Weiter geht es. Wir sind jetzt im Kuinder of Tjonger, hier sind auf der einen Seite ganz viele gelbe Teichrosen und Seerosen. Die Echternerbrug hat von 16.15 bis 17.15 Pause, deshalb wollen wir mal den Broeresloot of Vierhuistervaart lang fahren. Die Brücken sind 2,40 und 2,35 m hoch. Mit Scheiben umlegen sollte es eigentlich gehen. Wir sind hier noch nie gewesen, klar, da die Boote sonst immer zu hoch waren. Die Brücke mit 2,40 m war viel höher, dann müsste die andere ja auch passen. Aber an der Ruitenschildbrug scheitern wir, da sie vielleicht nur 2,30 m hoch ist und außerdem das Wasser total bewegt ist. Dadurch schaukeln wir immer hoch und runter und da knallen wir unweigerlich irgendwo gegen. Pech, wir müssen zurück und dann doch durch die Echternerbrug. Das kostet uns eine dreiviertel Stunde. Die Brücke kostet € 2,--, unmöglich, aber sie macht gleich auf. Wir fahren jetzt die schnellste Route durch das Tjeuker Meer und dann den Skarster Rijn entlang. Die Autobahn ist hoch genug, aber dahinter ist noch die Scharsterbrug, die muss auf gemacht werden. Aber sie ist bis 20 Uhr besetzt, und das ist dann auch die letzte Brücke, die für uns geöffnet werden muss.
  19.00 Wir haben sie geschafft. Auf der Straße weiter unten ist wohl ein Unfall passiert. Auf jeden Fall ist die Polizei schon an der Brücke zu sehen und die Feuerwehr ist auch schon da. Wir nehmen jetzt den kürzesten Weg, das heißt, durch den Langwarder Wielen, dann den Langwarder Feart oder Vaart und dann in den Westerbregesleat. Und nun zur Werft. Wir haben unterwegs schon mal die Wäsche unter den Betten raus geholt, dann geht es nachher schneller. Jetzt müssen wir nur noch beim Auto einen Platz bekommen.
  20.15 Wir haben einen Platz bekommen. Koffer packen, Schuhe, die nicht mehr gebraucht werden, einpacken, fertig.
  20.45 Leinen los und zum letzten Übernachtungsplatz fahren. Wir legen dann um
  21.10 im Frijgerssleat an, ich vorne und Jürgen hinten. Björn kann nichts machen, er hat sich eben beim Koffer raus tragen verrenkt. So ein Mist, das hätte nicht sein müssen.
Wir essen Abendbrot, ganz schön spät. Aber wir haben noch mal einen schönen Tag gehabt. Es war mal rundherum schwarz, aber es ist trocken geblieben. Wir lesen noch etwas und dann geht es ins Bett.
  23.55 Ruhe im Schiff
     
18.07. 06.20 aufgestanden – es regnet
7236,5 Es hat die ganze Nacht geregnet und es sieht grau in grau aus. Naja, Björn hat ja zum Glück darauf bestanden, Regenzeug und Gummistiefel draußen zu behalten. Als wir dann endlich so weit sind, dass wir ablegen können, ist es trocken.
08.35 Los geht es zur letzten Fahrt. Ich muss alles draußen machen, da es Björn nicht besser geht.
  09.00 Wir sind da. Auspacken, einpacken, sauber machen, das alte Spiel.
7236,9 10.00 Ich bin fertig. Es gießt, ich wollte gerade die letzten Sachen ins Auto bringen, da fängt es an. Ich sitze hier im Boot und alle anderen stehen in der Halle.
Wir sind insgesamt 97,6 Stunden gefahren.
Lady Belle ist aus dem Wasser Lady Belle ist aus dem Wasser Als es trocken ist, wird die Lady Belle zur Halle umgefahren, da sie auf den Kran muss wegen des Bugstrahlruders. Sie ist seit 3 Jahren das erste Mal wieder aus dem Wasser, dafür sieht das Unterwasserschiff gut aus. Die Schraube ist kaputt, bzw. der Splint hat einen Schlag bekommen und sich dann im Propeller fest gesetzt. Lady Belle ist aus dem Wasser Lady Belle ist aus dem Wasser Lady Belle ist aus dem Wasser
Herr Nauta besorgt einen neuen Propeller, da der, der noch vorrätig ist, nicht passt. Aber solange warten wir dann doch nicht mehr. Wir rechnen noch ab – es werden 138 Liter getankt und dann starten wir um
  12.00 gen Joure um die Flaschen ab zu geben und um
  12.25 Richtung Heimat. Wir entscheiden uns für die Autobahn und kommen auch gut durch Groningen. In Winschoten essen wir bei Mc Donals und um
€ 5,20 14.15 Fahren wir über die Grenze. Die meiste Zeit regnet es, einmal so stark, dass wir die 2. Stufe des Scheibenwischers anmachen müssen. Der Verkehrsfunk meldet Stau in Bremen, so fahren wir mit der Weserfähre Berne – Farge und umgehen den Stau. Und dann geht es über Bremervörde nach Horneburg, wo wir um
  17.45 ankommen.
Hier noch ein paar Bilder aus dem Inneren der "Lady Belle"
die Achterkajute: Lady Belle von drinnen das Vorschiff: Lady Belle von drinnen die Naßzelle: Lady Belle von drinnen Richtung achtern: Lady Belle von drinnen Innensteuerstand und Kombüse: Lady Belle von drinnen


Ja, und damit sind 3 Wochen schon wieder vorbei.
Es war mal wieder eine sehr schöne Zeit, wir hoffen es hat Euch gefallen uns ein bisschen auf der Fahrt zu begleiten. Wer noch nie so eine Tour gemacht hat, hat hoffentlich einige Einblicke bekommen und ist aber nicht abgeschreckt worden.
Es war bestimmt nicht unsere letzte Tour, mal sehen wo es nächstes Mal hingeht, es gibt immer noch einige Ecken in den Niederlanden wo wir noch nicht waren, oder wo wir nochmal wieder hin wollen.